Infothek

Iran

Der Iran gehört mit 81 Millionen Einwohnern und einer Fläche von 1,6 Millionen Quadratkilometern zu einem der größten Staaten der Erde. Iran ist durch seine geopolitisch günstige Lage zwischen dem Persischen Golf und dem Kaspischen Meer geprägt und stellt bis heute das stabilste Land der Region dar. Im Westen und Nordwesten befinden sich der Irak, die Türkei, Armenien und Azerbeidjan. Im Osten und Nordosten Pakistan, Afghanistan und Turkmenistan. Jenseits des Persischen Golfes liegen Oman, die Vereinigten Arabischen Emirate, Qatar, Bahrain und Kuwait. Das Kaspische Meer trennt Iran von Russland und Kasachstan.

Der Iran gliedert sich klimatisch als auch landschaftlich in unterschiedliche Zonen und Regionen, weshalb es auch das „Land der vier Jahreszeiten“ genannt wird. Topographisch wird Iran vor allem durch das zentrale Hochland und die Gebirge Elburz im Norden, Zagros im Westen und die ostpersischen Randgebirge geprägt. Die Wüsten Dasht-e Kavir und Dasht-e Lut erstrecken sich über das Plateau. Das Land weist Höhenunterschiede von bis zu 6.000 m zwischen Küsten und Gebirge auf. Das Klima hat ein breites Spektrum von trocken-heißen Regionen über feucht-warme Gebiete bis hin zu einem kontinentalen Klima. Somit kann zur selben Zeit im Elborz-Gebirge Schnee und Kälte und am Persischen Golf sommerliche Wärme herrschen.

Im Vergleich zu Deutschland weist der Iran mit ca. 1,6 Millionen Quadratkilometern die vierfache Landfläche auf und die Einwohnerzahl ist mit 81 Millionen Einwohnern fast identisch. Durch das riesige Flächennutzungspotenzial und den vorteilhaften Bedingungen für die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien bietet der Iran große Wachstumspotenziale für eine stabile, nachhaltige und emissionsfreie Energieversorgung.

Die strategisch und energiepolitisch Günstige Lage im Herzen von Westasien sowie das große Potenzial für die Erneuerbaren Energien macht das Land zu einem der zentralen Akteure für die nachhaltige und emissionsfreie Elektrifizierung der Region. Schon heute ist der Iran der größte Stromexporteur in Westasien und hat ambitionierte Ziele, den Export zu steigern. Hierzu werden zunehmend zuverlässige Kraftwerke benötigt, welche durch geringe variable Kosten ausgezeichnet sind.

Iran ist mit einem Bruttoinlandsprodukt von ca. 400 Milliarden US$ zu einer der größten Wirtschaftsnationen in Asien und insbesondere im Mittleren Osten herangewachsen. Die Wirtschaft stützt sich vor allem auf den größten Gasreserven und den viertgrößten Ölvorkommen der Welt. Darüber hinaus ist der landwirtschaftliche Sektor von großer Bedeutung und es bildet sich ein schnell wachsender Dienstleistungssektor. Großes Potenzial für die wirtschaftliche Entwicklung stellt auch die junge und gut ausgebildete Bevölkerung dar.

Die iranische Wirtschaft ist eine Mischform aus staatlich gelenkter Planwirtschaft und kapitalistischer Marktwirtschaft westlicher Prägung. Die Entwicklung der Wirtschaft wird durch die Regierung seit 1989 in Fünf-Jahres-Plänen gefördert. Im Rahmen dieser Pläne wurden zahlreiche Freihandels- und Sonderwirtschaftszonen geschaffen, die der wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Investitionsförderung dienen sollen. Die Geschäftstätigkeit in diesen Zonen gewährt zahlreiche Privilegien, wobei Handel und industrielle Betätigungen erleichtert sowie Investitionen gefördert werden. Seit 2001 wurde die iranische Wirtschaft durch eine Liberalisierungs- und Privatisierungskampagne modernisiert. Die Liberalisierung betrifft dabei auch den Energiesektor, welcher für private Investoren geöffnet wurde.